Theodor von Steinheil

Ein Streifzug durch die Familiengeschichte „von Steinheil“

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Theodor von Steinheil: Sein Weg nach Wolhynien, sein Leben und Werk

Im Jahr 1878 erwarb der Vater (Rudolf von Steinheil) das Gut Horodok im gleichnamigen Dorf im Bezirk Rivne  (Rowno)  mit rund 790 Hektar Land, einem Gutshaus mit Stallungen, einer Bäckerei und weiteren Einrichtungen. Theodor (*1870 St. Petersburg) verbrachte also einen großen Teil seiner Kindheit bereits in Wolhynien. Die Familie gehörte der orthodoxen Kirche an.

Theodor von Steinheil hat sich als Wissenschaftler, Wohltäter und Politiker einen Namen gemacht.  Ergebnisse seiner naturwissenschaftlichen, archäologischen und ethnologischen Forschungen stellte er in einem 1896 eigens gegründeten Museum der Öffentlichkeit zur Verfügung.

https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Museum_in_Horodok#/media/File:Скринька_вертепної_драми.png

Während des 1. Weltkriegs wurden die Museumsbestände vorsorglich evakuiert, ein Teil ging allerdings trotzdem durch Brandschaden verloren. Einige Exponate sind jedoch heute noch im Archiv in Rivne erhalten. Teile der Bibliothek befinden sich in der Ukrainischen Nationalbibliothek in Kiew.

https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Museum_in_Horodok#/media/File:Інтер'єр_Городоцького_музею._Interior_of_the_Museum_in_Horodok.png

http://history.org.ua/JournALL/sid/sid_2013_22/46.pdf.

 

Th. v. Steinheil engagierte sich zudem für die Verbesserung der Lebensumstände der Bewohner des Dorfes, gründete eine (für die Kinder kostenlose) Schule, ein Krankenhaus, einen Genossenschaftsladen und einen öffentlichen Leseraum.

Von 1906  an war Th. von Steinheil gewähltes Mitglied der Staats-Duma und engagierte sich in den folgenden Jahren in der Unabhängigkeitsbewegung der Ukraine – wurde u.a. Mitglied der Ukrainischen Demokratischen Partei, die sich für die Abschaffung des Absolutismus in Russland einsetzte und die Autonomie  für die Ukraine anstrebte. Nach den Revolutionen 1917 wurde v. Steinheil ins Präsidium des ukrainischen Nationalkongresses gewählt und später zum Gesandten der Ukraine in Berlin berufen, von wo er vermutlich erst 1924 nach Horodok zurückkehrte.

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Федір_Штейнгель.png  

Nach dem Einmarsch der Roten Armee 1939 in Wolhynien wurde v. Steinheil enteignet, und er musste in der Not Quartier nehmen im Haus seines früheren Kochs.  Bei der Umsiedlungsaktion der Wolhyniendeutschen im Dezember 1939 verließ auch er mit seiner Familie das Land und gelangte über das zentrale Lager in Lodz schließlich in die Nähe von Dresden, wo er 1946 verstarb.

(benutzte Literatur: Hurij W. Buchalo „Theodor Steinheil, sein Leben und Wirken“ in: Wolhynische Hefte, Folge 7 Seite 14-32 )

 

Zum Weiterlesen:

Nikolaus Arndt „Der vergessene, rätselhafte Wohltäter Baron Theodor Steinheil aus Gorodok bei Rowno und sein erstes wolhynisches Museum“, Wolhynische Hefte Folge 6,  Seite 93-95

 

Museum Peters des Großen für Anthropologie und Ethnographie -

Russische Akademie der Wissenschaften, St. Petersburg:

П.А. Головнин

БАРОНЫ ФОН ШТЕЙНГЕЛЬ В ИСТОРИИ РОССИИ („Die Barone von Steinheil in der Geschichte Russlands“)

http://www.kunstkamera.ru/files/lib/978-5-88431-248-7/978-5-88431-248-7_28.pdf

 

Zur Vita von Theodor von Steinheil: 

Wikipedia - Artikel (ukrainisch)

https://uk.wikipedia.org/wiki/Штейнгель_Федір_Рудольфович

 

Wikimedia Foto-Sammlung

https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Theodor_von_Steinheil

 

regionale Forschungen

https://www.youtube.com/watch?v=V4G8Hq3vxiE  (ukrainisch)

 

Signatur von Fedor (Theodor) von Steinheil als Mitglied der ersten russ. Staatsduma (ca. 1908)

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Shteingel_Signature.jpg

 

 

Valentine Marcadé  „L'art d'Ukraine“

Lausanne  1990.  Seite 284  > erwähnt das Museum des Barons von Steinheil in Wolhynien

https://books.google.de/books?id=0u51gqmbdroC&lpg=PA284&ots=q1RUnzDWNZ&dq=%22Von%20Steinheil%22%20Rowno&hl=de&pg=PA284#v=onepage&q=%22Von%20Steinheil%22%20Rowno&f=false

 


Der Weg der Vorfahren ins russische Kaiserreich

Johann Wilhelm von Steinheil:  „Russisch-Kaiserlicher Obrist, geboren auf dem Gute Rauschenberg in Franken d. 23. Febr. 1714, war nach vorher gehabten Priwat Informationen 1727 auf das Gymnasium illustre zu Bayreuth geschickt, allwo er bis 1730 verblieb und darauf, der Studiis juris wegen, die Universität Altdorf besuchte. Von da begab er sich zurück zu seinem Vater und assistirte demselben in seinen Geschäften, da er inmittelst von dem regierenden Grafen Albrecht Wolfgang von der Lippe Schaumburg  Bingenburg zu dessen Rath ernannt ward und zu Frankfurt am Mayn sich aufhielt. 

Als 1735 sein Vater daselbst verstorben, verliess er seine Station und folgte den damals am Rhein gestandenen Russisch Kaiserlichen Generalfeldzeugmeister Lasey unter Begleitung hoher Recommandationschreiben als Volontair nach Russland, wo er dann bald eine Fahne bekam und 1736 der Belagerung von Asow beiwohnte. Nach Eroberung dieser Festung wurde er von General Lasey aus eigner Bewegung zum Stabs-Secretair der ausländischen Expedition declarirt, wodurch er Capitain Lieutenants Rang erhielt und in solcher Eigenschaft dem Feldzuge in der Krimmschen Tartarei 1737 beiwohnte. 1738 und 1739  machte er, da er die Feder wieder niedergelegt, als wirklicher Hauptmann in dem Niesowschen Infanterie Regiment die Tatarische Campagne mit und befand sich beide Jahre zu Perekop, bekam auch als ältester Hauptmann 1739 das Commando über die Grenadiere seines Regiments, worauf er 1740 nach hergestellten Frieden mit den Türken und Tartaren Permission nahm die Seinigen in Deutschland zu besuchen, wie er dann auch unvermuthet bei seiner Mutter erschien.

1741 reist er wieder nach Russland zurück, fiel aber nach der Bataille bei Wilmanstrand wider die Schweden, bei welcher er als maijorisirender Hauptmann mühsame Dienste zu thun hatte, in eine überaus heftige hitzige Krankheit, die ihm lange am Leib und Gemüth ungemein zusetzte.  Er wurde sodann, auf den Rath der Aerzte, die Luft zu verändern, 1742 von seinem Bruder Friedrich Jacob nach Deutschland und zwar nach Bayreuth gebracht, allwo er durch den Gebrauch des Eger Sauerbrunnen sich vollkommen erholte und sodann, d. 5. April 1743 von dem regierenden Markgrafen Friedrich zu Bayreuth zum Assessor des dasigen Landschaftlichen Raths Collegii, mit dem besondern Auftrag das Militair zu respiciren,  sub reservatione einer wirklichen Rathsstelle im Fall der Vacanz, einstweilig angenommen wurde.

1745 verließ er solche Dienste wiederum, kehrte nach Russland zurück und fand allda die Compagnie noch unvergeben, die er dann sogleich wieder antrat und bald darauf sich vorteilhaft verheiratete, indem er die Mademoiselle Cramer, welche ehedem bei der Kaiserin Catharina in Großer Gnade hoher Bedeutung und Ansehen stand, als seiner Frauen Tante von ihrem großen Vermögen worunter in specie das Rittergut Pastfer zwischen Reval und Narwa begriffen, seiner Ehegemahlin mittelst einer im Gouvernement hinterlegten Disposition zu ihrer Erbin ernannte, worauf er 1748 zum Kaiserlichen Obristenwachtmeister ernannt wurde, bald aber um seine ökonomischen Verhältnisse  besser besorgen zu können den Militairdienst völlig verliess. Sollte 1757 bei dem ausgebrochenen Kriege mit Preussen wieder und zwar als Obrist Dienste nehmen, was aber die ökonomischen Umstände nicht gestatteten. Im Jahre 1777 wurden er und sein Bruder Friedrich Jacob von dem Oesterreichischen Kaiser Joseph II. in den Reichsfrei- und Pannerherrnstand des römischen Reichs erhoben, und darüber ein Diplom für ihre Person und ihre Descendenz ausgestellt. Er starb 1801.  Uxor: Gertruta Catharina Cramer, Laurentii Cramers, vornehmen Negotianten in Narwa Tochter, vermählt 21 (od. 1-t-?) Novbr. 1745.“

(Abschrift aus einer Steinheil-Stammtafelübersicht im  Nachlass des Barons Theodor v. Steinheil, undatiert und ohne weitere Quellenangaben; Archiv des Historischen Vereins Wolynien e.V.; = zum größten Teil wortgleich übereinstimmend mit:       Eberhard Emil von Georgii-Georgenau „Biographisch-genealogische Blaetter aus und ueber Schwaben“ Stuttgart 1879, S. 953 – 975, hier: Seite 960 - 962

https://archive.org/stream/Biographisch-genealogischeBlaetterAusUndUeberSchwaben#page/n987/mode/2up

 


Genealogische Übersicht 1)

  1. Steinheil, Johann Wilhelm   * 25.9.1665 Buchsweiler  (ehem. Grafschaft Hanau-Lichtenberg / Nieder-Elsass)   † 20.10.1735 Frankfurt / M.

    ∞ I.    1694 Eva Margaretha von Raschke,   † 1708 Ra(u)schenberg

   ∞ II.            Anna Sabina Rathel,   †  1748 Gold-Cronach

 

  1. Steinheil, Johann Wilhelm   * 23.2.1714   Gut Rauschenberg/Franken  †  1801 Pastfer/Estland

 ∞ 1.11.1745 Gertrude Katharina Cramer  † (Begräbnis) 13.11.1794

 

  1. Steinheil, Heinrich Magnus  * 5.6.1765   † ca. 1847 oder 1848

  ∞  24.2.1800 Jakobine Charlotte Freiin von Steinheil  * 1.9.1765   † 1848 Dorpat

 

  1.  Steinheil, Friedrich Wilhelm Karl   * 17.6.1801 Pastfer    † 26.7.1878 Reval

  ∞  7.9.1823  Pauline Amalie Sophie von Schilling  * 13.7.1806 Reval    † 22.11.1869 Reval

 

  1. Steinheil, Hermann Rudolf Alexander   * 5.6.1841 Reval    † 20.11.1892  Kiew

  ∞ 3.11.1868 Marie Kamenski  * 1.8.1843   † 30.10.1890  Kiew

 

  1. Steinheil, Fedor  (Theodor) *  26.11./ 9.12.1870  St. Petersburg

∞  I.  28.4.1891   Maria Schandiwin (?)   † 25.1.1892  Kiew

          >  Sohn Boris  * 21.1.1892   † Januar 1920

∞  II.  1893 Vera Sophie Julie von Steinheil  * 12.5.1868 St. Petersburg    † 7.7.1910 Paris

>  Sohn Nikolai * 25.11.1896     † 7.4.1911

>  Sohn Wladimir *  11.1.1898     † 16.8.1935

∞  III.  9.1.1911    Alexandra Laudon  * 1.4. / 14.4. 1882  Troscianiec /Podolien   † 8.6.1943 Liegau

      (Dresden) 2)

>  Sohn Theodor * 14.4.1912  Kiew   † 11.9.1972  Radeberg / Dresden 3)

 

1) Otto Magnus von Stackelberg „Genealogisches Handbuch der estländischen Ritterschaft“ Bd. 3,  Görlitz  1930, S. 225 und

   S.  237-239   http://personen.digitale-sammlungen.de/baltlex/Blatt_bsb00000601,00246.html

2) Quelle: Beglaubigte Abschrift des Trauungs-Eintrags im Kirchenbuch; Sterbeurkunde des Standesamts Dresden vom 11.6.1943  (Archiv des Historischen Vereins Wolhynien e.V.)

3) Quelle: Sterbeurkunde des Standesamts Radeberg  vom 12.9.1972 (Archiv des Historischen Vereins Wolhynien e.V.)

 

Weitere Fundsachen:

 

zu III:  „Baron Steinheil, Alexander Johann Fabian geb. d. 28. Januar 1804 auf dem Gute Pastfer in Wierland, welches sein Vater, der ind. Edelmann und nachmalige Kirchspielsrichter Magnus, besass. Gymn. Dorpat. jur. 21—23. Bereiste längere Zeit Deutschland, Spanien, Frankreich und Italien und wurde Landwirt in Livland später bei Petersburg. Lebte darauf in Dorpat und zuletzt in St. Petersburg,  29. Februar 1880 zu St. Petersburg.“

in:  Reinhard Ottow  (Bearbeiter)  „Album Dorpato-Livorum“, Dorpat 1908, Seite 31 http://dspace.ut.ee/bitstream/handle/10062/37154/est_a_1267_1908_ocr.pdf

 

zu IV:  Baron Steinheil, Wilhelm Carl Friedrich :  1814 Schüler des Gymnasiums Dorpat (Tertia)

in: Schüler-Album des Dorpatschen Gymnasiums 1804 – 1879 http://dspace.ut.ee/bitstream/handle/10062/26133/est_a_501_ocr.pdf

 

Familiennamen „Steinheil“ in einer Auswertung von Kirchenbüchern des St. Petersburger Bezirks

in: Genealogische Gesellschaft der Ostseeprovinzen (Hrsg.)

„Jahrbuch für Genealogie, Heraldik und Sphragistik 1905 und 1906“

Mitau 1908, Seite 126 – 127    http://dspace.ut.ee/handle/10062/24095

 

historische Foto-Portraits   www.geni.com/

 

 

„STEINHEIL. Ein in mehreren deutschen Landen, als in Sachsen, im Baireutischen, Baiern, auch in Rußland verbreitetes Geschlecht. Das Wappen desselben hat K. Ferdinand II. den 8. Januar im Jahre 1637 bestätigt.“

aus: Johann Christian von Hellbach  „Adelslexikon: oder Handbuch über die historischen, genealogischen und diplomatischen, zum Theil auch heraldischen Nachrichten vom hohen und niedern Adel, besonders in den deutschen Bundesstaaten, so wie von dem östreichischen, böhmischen, mährischen,  preußischen, schlesischen und lausitz’schen Adel.“ Ilmenau 1826,  Band 2, S. 524

https://books.google.de/books?id=_JRAAAAAcAAJ&hl=de&hl=de&pg=PA524&img=1&zoom=3&sig=ACfU3U1ppOS-5FzGg0Q3b1dwDP4OCnvulw&ci=109%2C1047%2C428%2C340&edge=0

 

Eine Stammfolge der   S t e i n h e i l   (Steinhöwel, Stainheil) ist in Einzelheiten belegt durch die Spezialforschung Karl Rußwurms „Nachrichten über die freiherrliche Familie von Steinheil“ (Manuskript im E. R. A. - C. IV. Nr. 60):  Zwei Brüder, Söhne des kur-sächsischen Minister-Residenten in Frankfurt a.M. Johann Steinheil -  J o h a n n   W i l h e l m,  (verstorben in Pastfer 1801)   und    F r i e d r i c h   J a k o b,   (verstorben in Assik 1800)  kamen nach Estland; beide hatten bereits in Wien am 29.10.1777 den Reichsfreiherrnstand erworben ; die russische Bestätigung datiert vom 26.10.1863.  Der Sohn des ersteren,   M a g n u s  Freiherr von Steinheil aus Pastfer wurde am 4.3.1818 in die estländische Adelsmatrikel aufgenommen.

(Bereits  am 8.1.1637 hatte Isaak Stainheil (Sohn des Hans) in Wien den rittermäßigen Adelstand mit „von“ erhalten; desgleichen in Wien am 22.10.1764 der fürstliche brandenburgisch-kulmbachsche Geh. Reg.Rat Johann Friedrich und der Oberlieutenant Christian Heinrich Steinheil, ferner am 28.9.1765 der k.k. Hauptmann Karl Ludwig Steinheil  - lt. Jahrbuch f. Genealogie 1903, S. 76).

Zeitweilig besaßen die Steinheil in    E s t l a n d:   Pastfer (1765) und  Rachküll,    in   L i v l a n d:  Waimastfer  (1817 – 1836)  und  Carlsberg  (Ksp. Dorpat)  1836 – 1851.

vgl.:   Otto Magnus von Stackelberg „Genealogisches Handbuch der estländischen Ritterschaft“ Band 3, Görlitz 1930, S. 225;         zu „Steinhöwel“ vgl. http://www.deutsche-biographie.de/sfz81219.html

 

Pastfer / Paasvere   - Lageplan    http://www.mois.ee/deutsch/kirchsp/simuna.shtml

 

Rachküll – Foto des Herrenhauses

http://www.herder-institut.de/bildkatalog/index/pic?id=c0fe1f08f8ea84214f0b8f21198f661d&searchfield_parameter=

 

Waimastfer

Die Kaiserin Elisabeth schenkte dieses Gut im Jahre 1742 dem Obristen Schwarz. Es scheint nachher verschiedenen Besitzer gehabt zu haben, bis das Gut am 8. October 1781 meistbietend von dem Kammerjunker Hans Heinrich von Liphard für 71,150 Rubel erstanden ward. Der Hofrath Paul Reinhold von Rennenkampf, der Waimastfer später kaufte, überließ das Gut am  ## April 1796 für 80,000 Rubel Silber dem Geheimenrath Balthasar Baron Campenhausen, der es am 22. April 1799 dem Landrichter August Friedrich von Sivers cedierte. Letzterer übertrug sein Recht schon am 15. Mai desselben Jahres für 103,000 Rubel Silber-Münze dem Capitain Wilhelm Gustav von Bock, der Waimastfer am 23. April 1817 für 54,300 Rubel Silber und 164,000 Rubel B. A., nebst 11,000 Rubel  für das Inventarium, dem  Baron Magnus von Steinheil überließ.

aus: Heinrich von Hagemeister „Materialien zu einer Geschichte der Landgüter Livlands, Bände 1-2, Riga 1836,  S. 127 / 128 http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/goToPage/bsb10783909.html?pageNo=139

 

Carlsberg

„Dieses unter dem Namen Halb-Pilken fundierte Cut Carlsberg verkaufte 1803 Ko. Ass. C. G. v. Krüdener dem Major Alexander von Stryk. Sein Neffe der Artilleriekapitän Gustav v. Stryk verkaufte es im Juni 1828 für 20500 Rbl. Bco. der Frau Rittmeisterin Hedwig Mathilde von Pistohlkors, geb. v. Helmersen. Nach Ablauf der Pfandkontrakte mit Baron Steinheil und Albaum erwarb es nach dem Tode der eingetragenen Besitzerin  (5.6.1837) am 8.6.1868 Philipp Albuam für 17000 Rbl. S. 1873 kaufte es E. von walter und seit 1875 hat Carlsberg dieselben Besitzer mit Tammist, bis es 1914 dem Leutn. Alfred von Rathlef zugeschrieben wurde.“

aus: Heinrich Nikolai Baron Scott, gen. Pistolekors „Nachrichten über die Adelsgeschlechter Scott of Chraighall, Pistolekors, von Pistohlkors…“, Teil II,  Rummelsburg 1924-1926, Seite 553


Das Wappen  „von Steinheil“

In rot zwei verschränkte, golden bestielte silberne Hämmer, bewinkelt von vier goldenen Sternen, auf dem Schild eine Krone,  bestehend aus goldenem, mit roten und blauen Steinen abwechselnd besetztem Rand, auf dem fünf silberne Perlen ruhen, darüber schwebend zwei gekrönte Helme; Helmzier: silberne Flügel, aufrechter goldener Löwe; Schildhalter: auf braunem Postament zwei braune widerstehende Steinböcke mit goldenen Hörnern.

Beschreibung nach:  Otto Magnus von Stackelberg a.a.O.

Grafik:  https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/aa/Steinheil_Baron.png

 

vgl.  auch Paul Eduard Damier  Hrsg.  „Wappenbuch sämmtlicher zur ehstländischen Adelsmatrikel gehöriger Familien“   Reval 1837,  Seite 148

https://books.google.de/books?id=U7IFAAAAYAAJ&hl=de&hl=de&pg=PT338&img=1&zoom=3&sig=ACfU3U1kaR1PMbY53NclKoitUJXIhG5fqA&ci=100%2C240%2C788%2C844&edge=0

 

vgl.  auch Johann Siebmacher, Johann David Köhler  „Allgemeines großes und vollständiges Wappenbuch ….“ Nürnberg, 1772 (?)

https://books.google.de/books?id=ludDAAAAcAAJ&hl=de&hl=de&pg=PT54&img=1&zoom=3&sig=ACfU3U1ZgzbmoD3Mo0FO_uNzi4IAqiICVw&ci=672%2C778%2C263%2C318&edge=0